| on 17-11-2008 21:28
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by Instigator in Chief Vor einigen Jahren begleitete ich meinen Großvater von seiner Wohnung in Florida zu seiner Wohnung in New York. Ich mogelte uns zwei Plätze in der ersten Klasse weil ich meinen Großvater beeindrucken wollte und weil er alt war und nicht sehr umgänglich. Wir bestiegen das Flugzeug und ich kam neben einer attraktiven, älteren Dame zu sitzen, die einen intensiven Klarheit ausstrahlte. Sie roch sogar besonders gut. Sie bestellte einen Apfelsaft mit Limone und Eis. Ich bestellte einen doppelten Whisky mit Eis, ihr schüchtern zulächelnd: „Nun, alles ist umsonst hier in der ersten Klasse, deshalb sollten wir es nicht verderben lassen.“ Sie stimmte zu.
Meinen etwas groben Kommenter erkennend, nippte ich zurückhaltend an meinem kostenlosen Magenwärmer und sah zu wie die Schafherde hereindeffilierte. Jeder zweite neigte seinen Kopf der reizenden Dame neben mir zu und sagte: „Guten Tag Frau Kean.“ oder „Eine Freude und eine Ehre Frau Kean.“ usw.
Ich wunderte mich wieso jeder wußte wer sie war und wieso sie den Kopf neigten als ob sie eine Königin sei, als meine Gedanken unterbrochen wurden von einer kleinen Unruhe direkt vor uns. Eine junge Hindu-Mutter versuchte den Kinder-Sportwagen zusammenzufalten und gleichzeitig ihr Kind in den Griff zu bekommen. Ich ging hin um ihr zu helfen und steckte den Kindewagen in den nächsten Schrank. Eine Flugbegleiterin eilte herbei, um uns zu züchtigen, daß wir einen Sportwagen der zweiten Klasse in einen Schrank der ersten Klasse unterbrachten.
„Aber er ist leer,“ wies ich hin. „Kein ...“
“Dies” unterbrach sie mich abrupt, “ist ausschließlich für die erste Klasse!”
„Ich sehe das, aber wäre es nicht praktischer für die Dame, den Sportwagen weiter vorn zu haben da…”
“Dies ist ausschließlich für Mäntel der erste Klasse!” behauptete sie nochmals ärgerlich.
Ich zuckte mit den Schultern, einsehend, daß es sinlos war zu streiten - das Abteil der ersten Klasse war eindeutig ihr Bereich. Ich wandte mich der Engelsgestalt neben mir zu und sagte: „Es ist mir völlig egal wieviel sie für Ihren Platz bezahlt haben oder wo Sie herkommen – praktisch bleibt praktisch, nicht wahr?”
Sie nickte in Einverständnis. „Ich sehe das völlig ein.“
Ich reichte ihr die Hand. „Hallo, ich heiße Marika.”
Anmutig nahm sie meine Hand und bescheiden stellte sie sich vor: “Ich heiße Coretta. Frau Coretta Scott King.”
Ich verschluckte einen ganzen Eiswürfel, vorübergehend meinen Hals erfrierend. Meine Sinne wurde überflutet von Bildern der 50iger Bürgerrechtsmärsche aus dem Life Magazin und den Geschichtsbüchern; den Protestmärschen der 70iger für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung an denen meine Mutter teilnahm, mich vor sich herschiebend, angegurtet in meinem Sportwagen; Martin Luther King Jr. und wieviel er mir bedeutet hatte mein ganzes Leben lang. Da mein ältere Bruder ein Italo-Afro-Amerikaner ist, waren wir uns beständig bewußt über mögliche Vorurteile. Und wie selbstsüchtig es von mir war nicht mehr dazu beizutragen (zu der Zeit war ich Drogen verdorben und künstlerisch „gefoltert“).
Wir saßen da und unterhielten uns die ganzen drei geschlagenen Stunden nach New York (ihre erste Etappe auf ihrer langen Reise, Nelson Mandela zu begrüßen nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis) also ob wir ganz alleine auf dem Flugzeug wären. Sie sprach mit unglaublicher Ehrlichkeit über ihre wohldokumentierte Vergangenheit und über ihre persönlichen Ansichten über das, was wir lose erachten Geschichte zu sein. Ich war von Ehrfurcht erfasst aber gefasst. Sie fragte mich nach meinen Träumen und Absichten. Ich war genauso aufrichtig. Es war als ob wir uns seit Jahren kannten. Sie flüsterte mir zu: „Gib niemals auf!“ und reichte mir eine Bemerkung mit Iherem Autogramm: „Halte die Fackel von Wahrheit und Light hoch über dir damit jeder sie sehen kann... Coretta Scott King".
Ich verliß das Flugzeug wie auf Wolken – es war der berauschendste natürliche Rausch den ich je erlebt habe. Und von diesem Augenblick an schaffte ich es, die Motivation und Eingebung zu finden, das zu tun was sie mir geraten hatte. Aber ich fühle aufrichtig, lieber Leser, daß der Rat, den Frau King mir gab, nicht für mich alleine war – und deshalb will ich euch daran teilhaben lassen.
Seht ihr, ein Held steckt in uns allen - als auch ein Schurke. Frau King war eine tapfere Frau mit einer eingewurzelten außergewöhnlichen Verfassung unter ihren Umständen. Dies ist kein Wesenszug den wenige haben, er ist in vielen von uns (ich wage beinahe zu behaupten, in uns „allen“), nur daraf wartend genährt oder entdeckt zu werden.
Versteht mich nicht falsch – es ist nicht leicht, er wird nicht immer erkannt, er wird nicht immer gewürdigt.
Auch Du kannst ein Held sein. Du kannst etwas ändern. Du kannst etwas Bedeutungsvolles tun – sogar in den „kleien“ Dingen die du tust, jeden Tag. Und ohne Zweifel wird es Auswirkungen haben die jenseits deiner wildesten Erwartungen liegen.
Mach weiter so ....
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